In der Geschichte von Doris Diemer war es sogar schon Heilig Abend, der einzige Tag im Jahr, an dem die Kinder des Waisenhauses, um die es ging, nicht arbeiten mussten. Sie konnten sich sogar auf ein kleines Geschenk freuen. Etwas zum Spielen? Etwas Wertvolles? Nein, für jeden, der sich das ganze Jahr nichts zu Schulden hat kommen lassen, gab es eine Orange. So lag dann aber ein kleiner Junge, der irgendwann im Sommer einmal ausreissen wollte, heulend unter der Bettdecke während sich die anderen über ihr Geschenk freuten. Doch siehe da, plötzlich stand der Kleinste unter ihnen an seinem Bett und hielt ihm eine Orange entgegen. Alle hatten einen Schnitz von sich abgegeben und so ist eine zusätzliche Frucht entstanden. Der Junge freute sich sehr über diesen Beweis der Freundschaft und genoss das Gefühl der Zusammengehörigkeit.
Am schön dekorierten Tisch stand dann auch neben Punsch und Schokocrossies ein großer Teller mit saftigen, herrlich duftenden Orangenschnitzen. Begleitet mit dem Wunsch, dass jeder in seiner Familie Sicherheit und Gemeinschaft erfahre, machten sich die Besucher des vorletzten Adventsfensters dann wieder auf den Weg Richtung Weihnachten.

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